Urlaub in Alcúdia

8. Oktober 2017


Unser Flug geht erst um 11.30 Uhr.
Trotzdem müssen wir schon, für unsere Verhältnisse, früh aufstehen …
🙂

Am Flughafen trinken wir einen grauenhafter Milchkaffee in der „Ständigen Vertretung“. Das Interieur ist echt das Beste am ganzen Laden …

In Palma angekommen, müssen wir ein bisschen auf die Abfahrt des Busses warten. Aber so haben wir noch Zeit, ein Croissant und einen anständigen Kaffee zu uns zu nehmen.
🙂

Nach einer knappen Stunde Fahrt mit dem Bus kommen wir an der schnuckelige Apartmentanlage an, die direkt am Strand liegt!

Das saubere und nett eingerichtete Apartment hat zwei Balkons und in der Besteckschublade ist sogar ein Korkenzieher zu finden.

Wir machen eine Spaziergang zu einem kleinen „SPAR“-Supermarkt, die es hier zuhauf gibt, kaufen das Notwendigste ein und laufen am Strand zurück zum Apartment.

Zum Essen geht’s ins Steakhouse „Dakota TaMex“, das laut Eigenwerbung seit 1965 existiert.

Nach einem kleinen Missverständnis beim Bestellen (Maike bekommt anstatt des gemischten Spießchens ein Filetsteak), bietet der superfreundliche Ober sofort an, dass wir weniger zahlen. Eine gute Entscheidung, dass Maike dass Filetsteak nicht zurückgehen lässt:
Es ist das beste, das sie je gegessen hat.
Und selbst in Nashville habe ich nicht so leckere und zarte Spareribs bekommen wie hier.

Der Espresso (Cafe solo) ist allererste Klasse und zum Schluss gibt’s noch einen kleinen Mojito auf Kosten des Hauses.

Wer also auf Mallorca ist, sollte, nach einem Spaziergang am unendlich langen Strand in der Bucht von Alcúdia, unbedingt dort einkehren.
Oder auch quer über die Insel fahren, um dort zu essen.

Beim Einschlafen hören wir die Wellen rauschen …


Montag, 9. Oktober 2017

Nach dem Frühstück mit selbstgebrühtem Kaffee und Magdalenas marschieren wir am Strand nach C’an Picafort.
In einem Laden kauft Maike sich ein Sommerhemd. Weil es morgens ziemlich frisch war, hatte sie einen Pullover angezogen, der sich bei herrlichem Sonnenschein und 27° dann doch als zu warm erweist …
🙂

Nach einigem Suchen finden wir kurz vorm Hafen das Restaurant „Cafeteria Ecu“, das uns sympathisch ist.
Wir haben die richtige Wahl getroffen: Ein Mallorquiner ist Chef und es gibt, neben dem ganzen Touristenfutter, sogar Frito Mallorquin, das extremst lecker ist!

Zurück marschieren wir ein ganzes Stück auf einem Trampelpfad am Naturschutzgebiet Albufera neben der Hauptstraße entlang,
Hinter dem Fluss, der aus der Sumpflandschaft ins Meer mündet, marschieren wir wieder runter zum Strand und haben dann auch bald wieder unser Zuhause erreicht.

15 Kilometer sind wir gelaufen – nicht schlecht.


Dienstag, 10. Oktober 2017

Die Lagune

Nach dem Frühstück auf dem Balkon geht’s heute an den Strand.

Ohne Sonnenbrand und tiefentspannt machen wir uns abends auf den Weg zum „richtigen“ Supermarkt.

Vorher kaufen wir aber noch Salbe und eine Elastikbinde für Maike, die sich ihren Fuß verknackst hat.
Nachdem wir die wirklich wichtigen Dinge – Fuet (eine Art Salami), Käse, Oliven, Weißbrot, Wein und Bier – eingekauft haben, marschieren wir an der Lagune zurück zu unserer kleinen Apartmentanlage.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Wir fahren mit dem Bus in die alte Römerstadt Alcudia. Direkt an der Bushaltestelle ist auch die Touristeninfo, wo wir uns einen Stadtplan besorgen, in dem die Sehenswürdigkeiten des Ortes eingetragen sind.
Man kann sich natürlich auch eine App installieren, wenn man möchte …

Wir gucken uns die Kirche Sant Jaume an, marschieren durch das große Stadttor und auf der Stadtmauer entlang und essen, nachdem wir noch ein bisschen in der Altstadt herumgestromert sind, in einem netten kleinen Restaurant das berühmte mallorquinische „Pa amb Oli“.

Über einen Feldweg gehen wir zu Fuß die 2 Kilometer hinunter nach Port d’Alcudia und fragen uns zum Wassertaxi durch. Wir haben Glück, müssen nicht lange warten und fahren auf dem Katamaran entlang der Bucht bis zu einem Anleger, der nur einen Katzensprung von unserem Apartment entfernt ist.

Abends sitzen wir wieder mit Blick auf’s Meer auf unserem Balkon.


Donnerstag, 12. Oktober 2017

... ich darf auch mal.
Mit meinem alten Freund Olaf fahre ich zusammen über die Insel.
Er möchte ein paar Urlaubs-Videos mit der Drohne machen.
Während Maike sich einen entspannten Tag am Strand macht, düsen wir nach Port d’Alcudia, Alcudia, Pollença und über Artá zur Eremita de Betlem.
In Pollença essen wir in der mallorquinischen Bar „Nou“ in einer kleinen Gasse für kleines Geld tolles Pa amb Oli.

Zum Schluss suche wir uns ein großes Feld an einem kleinen Weg bei Colònia de Sant Pere und ich darf auch mal dieses Zauberding von DJI fliegen – was sich als leichter als gedacht herausstellt.
🙂


Freitag, 13. Oktober 2017

Wir nehmen uns kurz entschlossen einen Mietwagen.
Weil der kleine FIAT-Panda bei Vanrell wirklich günstig ist, mietet Maike ihn spontan für ein paar Tage mehr …

Nachdem wir in Son Bauló über den rieseigen Klamottenamrkt gelaufen sind, fahren wir zur Eremita Betlem, in der ich gestern schon war.

Auf der kleinen Straße, die von Artá dorthin führt, gibt es eine kleine Wartezeit, weil die Straße sehr eng und kurvig ist und offensichtlich einige Touristen nicht so ganz mit ihren Mietwagen klarkommen.
🙂

Viel zu sehen gibt es dort oben nicht. In der Kapelle ist eine künstliche Grotte mit einer Krippe, das war’s dann auch schon. Man kann aber von und nach hier wunderbare Wanderungen machen.

Ich mache noch einen Abstecher zum kleinen alten Friedhof, der aber von Unkraut überwuchert und nicht mehr genutzt wird, weil die letzten Mönche aufgrund ihres Alters in eine Einsiedelei bei Valldemossa gezogen sind.

Auf jeden Fall ist der Weg durch die mallorquinische Landschaft lohnenswert …

Auf dem Rückweg fahren wir noch nach Colonia Sant Pere, wo wir zu unserer Mallorca-Zeit oft am kleinen Strand waren, weil es dort nie überlaufen war und überwiegend Mallorquiner dorthin gingen.
Um das Restaurant „Beach“ allerdings sollte man einen großen Bogen machen. Man wartet ewig auf das nicht so tolle Essen und die Sanitätsabteilung ist auch dringend überholungsbedürftig …


Sonnabend, 14. Oktober 2017


Maike möchte nach Capocorb Vell, einer alten Steinzeitsiedlung im Süden Mallorcas.

Obwohl sie lange nicht mehr selbst Auto gefahren ist, steuert sie uns sicher über klitzekleine Straßen zu der südlich von Lluchmajor gelegenen Sehenswürdigkeit.

In der Bar beim Eingang trinken wir Kaffee, ich esse ein Stück Kuchen, den die Wirtin selbst gemacht hat. Wir gehen auf die Toilette, was ein echtes Erlebnis ist, weil die im ehemaligen Stall einer uralten Finca untergebracht ist.

Wir machen den Rundhgang durch die Steinzeitsiedlung, und nachdem Maike dort einen Stein, den sie mal vor Jahren dort mitgenommen hat, wieder zurückgelegt hat, fahren wir nach Lluchmajor.
Dort findet die alljährliche Fira statt, eine Messe, bei der sich die lokalen Händler und Vereine präsentieren, abends gibt es dort auch einen Rummelplatz.
Wir trinken (schon wieder) Kaffee in dem schönen Ort und düsen wieder zurück mach Alcudia.

Nachdem wir noch ein bisschen am Strand gefaulenzt haben, machen wir uns frisch und beenden den Tag mit einem Besuch im grandiosen Steakhouse „Dakota“.


Sonntag, 15. Oktober 2017

Maike hat keine Lust auf Auto fahren, ich möchte unbedingt mal die Finca „Son Real“ angucken, die für jedermann öffentlich zugänglich ist.
Neben den alten Gebäuden und dem riesigen areal, auf dem auch eine steinzeitliche Nekropole steht, gibt es ein liebevoll gemachtes , hochmodernes Museum , in dem man einen sehr guten Eindruck vom harten Leben auf so einem Bauernhof früher bekommt.

Ich mache noch einen Abstecher zum alten Landgut „Son Serra“, das zum Verkauf steht. Wird wohl nicht ganz meine Preisklasse sein …
🙂

Über Petra fahre ich nach Sant Joan, wo wir mal gewohnt haben. Das Haus, in dem wir mal gewohnt haben, ist jetzt modernisiert worden.

Weiter geht’s über Sineu und Inca zu einem kleinen Abstecher einen kleinen Abstecher ins Tramuntana-Gebirge und über Pollença zurück nach Alcudia, wo ich mir noch eine Stunde am Strand gönne.

Auf dem Balkon gibt’s dann wieder Wurst, Käse, Oliven, Aioli und San Miguel.
🙂


Montag, 16. Oktober 2017

Die Cala Figuera im Nordern Mallorcas.

Mit dem Auto fahren wir nach Port de Pollença, bummeln ein Stück die Promenade entlang und gehen zwei Straßen landeinwärts in eine typisch mallorquinische Bar. Gasflaschen vor der Tür, direkt an der Straße, für zwei Café con leche und zwei Croissants bezahlen wir 5 €!

Nach einem kleinen Abstecher in den kleinen Ort Sant Vincenç mit seinen 4 Buchten geht’s in die Berge Richtung Cap Formentor.
Schon vorm ersten Aussichtspunkt staut es sich, die Straßen sind eng, es ist viel los und es kann eben nicht jede Auto fahren …

Auf dem Parkplatz, wo der Weg zur Bucht „Cala Figuera“ losgeht, halten wir kurz, dann geht’s weiter bergauf.

Auch vor dem Cap de Formentor mit seinem Leuchtturm ist Stau. Wir haben keine Lust, eine halbe Stunde da rumzustehen, drehen und fahren wieder zurück.

Am Aussichtspunkt „Racó del Xot“ stolpere ich über einen offenen Schnürsenkel, klatsche auf den felsigen Boden und zerstöre bei der Gelegenheit meine schöne kleine Reise-Kamera. Knie, Hand, Arm und Schulter tun weh.
Mit Wunddesinfektionsspray und ein paar Steri-Strips verarzten wir meine Wunde am Arm und fahren weiter.

Am Aussichtspunkt „Raco d’en Tomás“ halten wir nochmal an.
Da geht’s wirklich etliche Meter senkrecht abwärts. Nichts für Menschen mit Höhenangst …
Ohne Kamera fühle ich mich ein bisschen nackt und ich darf mit Maikes Kamera ein paar Bilder machen.

Zurück in Alcudia fahren wir sicherheitshalber in die Klinik, eine Wunde am Arm ist doch relativ tief. Es muss aber nichts genäht werden und eine Schwester reinigt kräftig meine Wunde (autsch – aber ich verziehe natürlich keine Miene!) und macht mir einen hübschen Verband.
Um das Knie kümmert sich dann Maike mit Creme und elastischer Binde.

Nach einem „Feierabendbier“ in der wirklich schönen Strandbar „Floridita“ landen wir schließlich in der Touristen-Pizzeria „Nuevo Rancho“ an der Ecke zur Hauptstraße. Eigentlich sieht’s ganz nett aus.
Aber: Trübes Bier, merkwürdige Aioli, eine falsche Pizza, die richtige Meeresfrüchtepizza schmeckt wie Pappe, ist ohne Tomatensauce mit jeder Menge Zwiebeln, 5(!) Muscheln und ein paar Tiefkühl-Tiefsee-Shrimps.

Trotzdem war’s ein schöner Tag. Zumindest, bis ich hingefallen bin …
🙂


Dienstag, 17. Oktober 2017

Vogelparadies Albufera.

Dem Knie geht’s schon besser, also fahren wir zum Eingang des Naturschutzgebietes Albufera, das sozusagen gleich um die Ecke liegt.
Wir kennen das Ganze ja schon, es ist aber trotzdem toll dort.

Überall gibt es Beobachtungshütten, in denen Ornithologen aus aller Herren Länder bei Hitze ud strahlendem Sonnenschein mit fetten Kameras und Objektiven im muffigen, heißen, dunklen Inneren der Hütten hocken und darauf warten, dass sich irgendein seltener Vogel zeigt. Die Typen sind schon sehr speziell …
🙂

Wir fahren zurück zum Apartment und beschließen den Tag mit einem Spaziergang am Strand in Richtung Alcúdia.
Ich merke aber dann doch, dass ich dem Knie ein bisschen zuviel zugemutet habe …


Mittwoch, 18. Oktober 2017

Cala Sant Vincenç

Wir haben morgens Postkarten geschrieben und stellen fest, dass der Verkäufer im Laden uns keine normalen Briefmarken, sondern Wertmarken irgendeines kleinen Postdienstes gegeben hat.
Ich habe einmal den Fehler gemacht, so meine Urlaubspost zu verschicken. Keine Karte kam damals an.

Also fahren wir nach Port de Pollença und gehen zur Post, kaufen dort richtige Briefmarken und werfen die Karten gleich ein.

In der Bar, in der wir schon einmal waren, essen wir günstig und superlecker Pa amb oli.
Das ist geröstetes Bauernbrot, auf das Tomate gerieben, Olivenöl und Knoblauch gegeben und das dann mit Schinken, Wurst oder Käse belegt wird.

Cala Sant VincençGestärkt fährt Maike uns in die Cala Sant Vincenç. Wir machen einen kleinen Spaziergang, bewundern im alten Teil des Ortes die kleinen, schönen Häuschen und trinken noch einen Kaffee in der Strandbar der Cala Molins, einer der 4 kleinen Buchten des Ortes.

Zuhause angekommen, legen wir uns noch ein bisschen an den Strand, bevor wir uns fertig machen, um meine Kollegin Uschi Burger-Precht in Campos besuchen, die dort im Kulturzentrum „Casal Can Pere Ignasi“ Eröffnung einer Fotoausstellung für die Gemeinde Campos zum Theme Schlachtfest, das diese Woche dort stattfindet, hat.
Wir freuen uns, dass wir uns wiedersehen, die Ausstellung ist cool, aber Uschi muss sich um viele Menschen dort kümmern und so düsen wir nach einer Stunde zurück nach Alcúdia.

Sonnenuntergang auf dem Weg zu Uschi nach nach Campos.


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Es regnet.
Das merken wir allerdings erst, als wir ziemlich spät aus den Federn kommen.

Zum Frühstück besorge ich ein Croissant und einen Ensaimada. Gut, dass ich die Regenponchos eingepackt habe …
🙂
Irgendwann machen wir einen kleinen Spaziergang und kehren spontan in einem Chinarestaurant ein. Ein riesiger Laden, in dem wir die einzigen Gäste sind. Das Essen ist dementsprechend kein kulinarisches Highlight, aber ok.
Maike möchte am liebsten nichts unternehen, mir tut es leid, dass das Mietauto den letzten Tag ungenutzt vor der Tür stehen soll, packe meine Sachen und beschließe, über Inca ein bisschen in die Berge zu fahren.

Auf dem Weg von Lloseta nach Alaró komme ich am Castell Miquel vorbei, einem Weingut, auf dem ich mal Tim Mälzer fotografiert habe.
Nach einem Tankstopp in Alaró fahre ich durch beeindruckende Berglandschaft nach Orient, einem kleinen Dorf, das nur aus alten Häusern besteht.
Die Straße, die mich nach Bunyola bringt, ist wirklich schmal und sehr, sehr kurvenreich. Gut, dass Maike nicht dabei ist …
🙂

Durchs schöne Bunyola geht’s langsam zur Hauptstraße, ich habe einen wunderschönen Blick über Mallora bis hin nach Palma.

Ich schwelge noch ein bisschen in Erinnerungen und fahre über Santa Maria und Consell und über die alte Landstraße durchs Weinanbaugebiet nach Binissalem.
Da gehe ich auf die Autobahn, weil ich das Mietauto wieder abgeben muss.

Zuhause gehen Maike und ich im Abendrot an der Lagune spazieren, bevor wir den Tag beenden.

Die Lagune in Alcúdia. (Übrigens ein unbearbeitetes Handyfoto ...)


Die letzten beiden Tage machen wir tatsächlich nichts außer faulenzen.
Und als wir wieder in Köln landen stellen wir fest, dass wir eigentlich schon wieder urlaubsreif sind.
🙂 .

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