Karnevalsflucht

Dieses Jahr wollten wir keinen Karneval feiern und sind kurzentschlossen nach Egmond aan Zee in Nord-Holland gefahren.
Wir hatten im Internet ein Ferienhäuschen gebucht – für nur 35 € am Tag!
Die Unterkunft liegt in einer Reihenhaussiedlung am Ortrand von Egmond aan Zee.
Sieht auf den ersten Blick nicht so toll aus, aber man entdeckt auch schnell die Dünenlandschaft, die nur hundert Meter weiter anfängt. Zum netten, historischen Ortskern läuft man wenige Minuten.
Rob Blauwboer, der Vermieter, ist ein total netter Typ (seine Frau haben wir leider nicht kennengelernt).
Als wir in unserem Feriendomizil ankommen, stehen in dem sehr liebevoll eingerichteten Haus sogar frische Tulpen auf dem Tisch.
Die Treppe nach oben ist sehr steil, das Waschbecken befindet sich im ersten Stock und nicht in dem kleinen Bad mit Toilette und Dusche – das sind aber die einzigen Punkte, die empfindliche Naturen stören könnten. Uns nicht.
Man bekommt von Rob eine Jahreskarte geliehen, mit der man immer ins Dünengebiet marschieren kann, ohne jedes mal bezahlen zu müssen. WLAN gibt es natürlich auch kostenfrei, und wer nichts Besseres vorhat als Fernsehen zu gucken, kann sich durch hunderte Kanäle zappen – es sind auch ein paar deutsche bei …

Nach der Ankunft am Nachmittag gehen wir nur noch in den Supermarkt im Ort eingekaufen. Natürlich auch Heineken-Bier.
🙂


13. Februar 2015

Warm angezogen gehen wir zu einem der Eingänge zur Dünenlandschaft. Wir müssen ja kein Ticket ziehen und laufen einfach mal los Richtung Süden.
Die Dünen sind wirklich beeindruckend. Schließlich halten wir uns Richtung Küste und kommen zu einem Ausgang, durch den man an den endlos langen und sehr breiten Strand gelangt. Es ist gerade Ebbe.
Wir laufen zurück nach Egmond aan Zee und gehen durch den hübschen Ort.
Danach düsen wir noch schnell nach Alkmaar zum Großeinkauf für die Woche – wobei man genau so gut in Egmond aan Zee einkaufen kann …


14. Februar 2015

Es ist Wochenende und wir machen uns auf nach Beverwijk. Dort gibt es den größten überdachten Markt Europas.
Verrückt – ich habe noch nie so viel Schnickschnack auf einem Haufen gesehen:
Riesige Hallen voll mit elektronischen Gadgets, Handyzubehör, Fress-Ständen, Klamotten und schließlich auch mit echtem, schönen Trödel. Man wird wirklich erschlagen von dem riesigen Angebot.

Um uns zu entspannen, fahren wir noch zur Ostküste von Noord-Holland in den wunderschönen Ort Volendam. Wir drehen eine kleine Runde und gehen schließlich etwas essen. Ich probiere „Kibbeling“, den man hier an jeder Ecke bekommt. Sehr lecker!


15. Februar 2015

An der Strandpromenade, wo noch heftig gebaut wir, wohl um rechtzeitig zur Saison fertig zu sein, marschieren wir durch den Ort, um durch das nördlich gelegene Dünengebiet nach Bergen aan Zee zugehen.
Die Landschaft scheint mir hier noch etwas rauher zu sein.
Erstaunt entdecken wir mitten in der Landschaft Schrebergärten auf dem sandigen Boden. Das da überhaupt was wächst …

Irgendwann stoßen wir dann tatsächlich auf eine Herde wild lebender Pferde!

In Bergen aan Zee machen wir Pause in einem der Strandcafés. Ich bestelle Poffertjes. Echte Dickmacher!
🙂

Zurück geht es dann wieder über den Strand, an dem im Winter auch Hunde erlaubt sind und an dem einem oft Reiter begegnen.


16. Februar 2015

Vorletzter Tag – Strandbummel …


17. Februar 2015

Maike möchte nach dem Frühstück schreiben.
Also düse ich alleine los – einmal um den ganzen Ort. Mittags hole mir im Fischladen „Vis super“ ein Matjesbrötchen: Das beste, das ich jemals gegessen habe!

Ich bin noch früh dran, also mache ich meine Runde dieses mal anders herum, gehe über den Strand nach Süden bis zum offiziellen Zugang zum Dünengebiet.
(Als Norddeutscher weiß ich ja, dass man nicht einfach so durch die Dünen trampelt – wegen Hochwasserschutz und so.)

Auf dem Weg zum Feriendomizil komme ich an einer der frei herumlaufenden Herden von schottischen Hochlandrindern vorbei!

Maike möchte auch noch eine Runde rausgehen. Also drehe ich die Dünenrunde noch mal anders herum. Die Rinderherde kann ich Maike noch zeigen, weil sich die Viecher nicht viel bewegen.
🙂
Nach einer Pause im Strandcafé erleben wir noch einen traumhaften Sonnenuntergang und gehen in den Ort.
Im Restaurant „Vis an Zee“ bestelle ich die von mir heiß geliebten Muscheln.
Heute Nacht werde ich gut schlafen, nach den Kilometern, die ich abgespult habe und dem lecker Essen …

Eine Antwort zu “Karnevalsflucht”

  1. babu sagt:

    Ihr Lieben,
    Bekanntes auf Euren Bildern rufen angenehme Erinnerungen wach. Mutti möchte gerne einmal auf Texel Nordsee-Urlaub verbringen. Evtl. planen wir 2016 für die warme Jahreszeit. Auch könnten sodann Erinnerungen von der Fahrradtour wieder aufblühen. Wie sagt der Kaiser: Schauen wir ´mal.
    Liebe Grüsse von Rossdorf nach Köln
    D+M

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